Bericht Exkursion BERZELIUS Bleihütte Stolberg

Dank der Organisation unseres Bundesbruders Phil-XX Alfred Quadflieg fuhren einige Mitglieder der RAa! an diesem schönen Donnerstag in die Berzelius Bleihütte Stolberg. Zwar war die Aktivitas, aufgrund einiger Uni-Termine, nur mit 3 Personen vertreten, dafür freut es umso mehr, dass einige Alte Herren plus Begleitung mitgekommen sind.

In einer Einführung mit Getränken und Brötchen eines leitenden Werkstoffingenieurs, erklärte dieser uns die Aufgaben der Bleihütte. Diese hat sich vor allem auf das Recycling von Bleirückständen (meist aus Akkumulatoren), genannt Sekundärrohstoffe, und der Raffination  von Rohblei spezialisiert. Dies erfolgt in einem besonderen Verfahren im so genannten QSL-Reaktor. Dabei werden zum Großteil die Sekundärrohstoffe mit einer geringen Menge primären Bleierzen und zusätzlich Kohle in den Reaktor gegeben. Das Werkblei oxidiert durch beigemengten Sauerstoff mit geringen Rückständen von Kupfer und Silber und wird dann abgestochen und gegossen. Auf der anderen Seite fließt die leichtere Schlacke, welche durch Reduktion mit Kohlenstaub entsteht ab (Der Reaktor ist deswegen auch leicht geneigt). Diese kann zu Baumaterial (Berzelit) weiter verarbeitet werden. Das Abgas wird weiterhin zu Schwefelsäure verarbeitet.

In der anschließenden Raffination werden noch die Metallrückstände aus dem Werkblei entfernt. Dadurch entsteht besonders reines Blei. Dazu stehen 24 Kessel (Tendenz steigend)  in der Bleihütte. Der Jahresertrag beläuft sich auf 155.000 t Blei und 120.000 Schwefelsäure. Darüber hinaus 350 t Silber, wodurch mittlerweile allein mit diesem Metall 50 % der Gewinne erwirtschaftet werden.

Beide Anlagen wurden anschließend mit Schutzkleidung (Helme und Gasmasken) besichtigt. Die Sicherheitsauflagen sind sehr streng, da Blei giftig ist. Es war sehr heiß in der Anlage, was durch das warme Wetter draußen noch verstärkt wurde. Dies war aber keinerlei Hindernis für die Führung.

Das Unternehmen ist eines der am stärksten wachsenden Unternehmen in Stolberg und ist darüber hinaus mit strengen Auflagen sehr umweltbewusst. So befinden sich eine biologische Station und eine Naturausgleichfläche auf dem Gelände, so dass dauerhaft kontrolliert wird, ob auch keine giftigen Bleipartikel in die Umwelt gelangen. Die Führung war sehr aufschlussreich. Ein herzlicher Dank gilt natütlich Bundesbruder Alfred Quadflieg, der uns diese Führung ermöglicht hat.

Stefan Wacker,

Zurück