Besuch der Fordwerke in Köln

Am 20. Mai 2016 hieß es bei Ripuaria: Exkursion zu den Fordwerken in Köln.

Die erste Herausforderung war bereits der Zeitpunkt des Treffens zur gemeinsamen Zugfahrt am Aachener Hbf. 7.05 Uhr bedeutete für die Teilnehmer zum Teil schon, daß der Wecker bereits um 5 Uhr schellte. Zwei potentielle Teilnehmer sprangen wohl bei der telefonischen Nachfrage ob ihres Verbleibens am Bhf. erst erschreckt aus den Betten und beschlossen spontan, mit dem Auto nach Köln zu fahren und waren, alle Achtung, pünktlich vor Ort. In Köln stießen weitere Bbr.² zur Gruppe, und es ging den weiteren Weg mit der Straßenbahn hinaus nach Köln – Niehl, wo sich das Werk auf einer Fläche von knapp 2,5 qkm entlang des Rheins erstreckt. Schließlich waren wir mit 12 Bbr.² zur rechten Zeit vor Ort, um die Werksbesichtigung mit weiteren Besuchern pünktlich um 9.30 Uhr zu beginnen.

Ein Film über das Werk und seine Historie stand am Anfang. Schließlich bestiegen alle Teilnehmer

den bereitstehenden „Rundfahrzug“, bestehend aus dem elektrisch angetriebenen Zugfahrzeug mit 3 angehängten Wagen. Erstaunlich, mit welcher Wendigkeit das Gespann die engen und scharfwink- ligen Werkstraßen in den ausgedehnten Hallen bewältigte.In dem Werk mit z. Zt. Ca 17.000 Mitarbeitern wird nur der „Ford Fiesta“ für den gesamten europäischen Markt gefertigt. Dank bewundernswerter Programmierung laufen alle Fahrzeuge in den verschiedenen Ausführungen, gleich ob mit Links- oder Rechtssteuerung, grüner, roter oder jeder anderen Lackierung auf schier endlosem Band durch die Fertigungsstraßen, und man könnte überrascht sein, wenn sich am Ende alles richtig zusammenfindet. Aber es klappt tatsächlich.

Die Fahrt ging vorbei an den riesigen, teilweise turmhohen Metallpressen mit bis zu 1700 t Press- druck, die mit von aus fortlaufend abrollenden Coils verzinkten Blechs geschnittenen vorgeformten Teilen „gefüttert“ werden und permanent die fertigen „100“ verschiedenen Karosserieteile „aus- spucken“, den imposanten Schweißrobotern, die wie Urwelttiere anmuten, an der Lackierung – allerdings ein geschlossenes System – vorbei, schließlich zur „Hochzeit“, der Zusammenführung von fast fertiger und schon verglaster Karosserie und dem komplettem Fahr – und Antriebsteil.

Waren bis hierher in den Hallen erstaunlich wenig Beschäftigte anzutreffen, so nahm dies wegen der einsetzenden Handarbeit bei der Ausstattung deutlich zu, bis schließlich das fertig Fahrzeug

mit Kraftstoff betankt und zur Abnahme gefahren wird.

Nach ca. 2,5 Std. war die Besichtigung beendet und voller Eindrücke ging es wieder mit der Straßenbahn zurück in die Stadt. Bei Gaffel am Dom war dann bei Mittagessen und einem (?) „Pittermännchen“ auf dem Tisch der Ausklang. Als die AH² nach Hause aufbrachen, sahen sich die verbliebenen Aktiven noch „genötigt“, mindestens noch den Inhalt des Fäßchens nicht verkommen zu lassen. Der weitere Verlauf des Nachmittags ist dem Verfasser jedoch nicht bekannt.

Alfred Quadflieg,

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