Feierlicher Nikolauskommers auf dem Pfaffenturm

Am 13. Dezember fand sich, wie immer in den letzten Jahren, eine große Schar von Gästen, Farben-, Cartell- und Bundesbrüdern zum Nikolauskommers im festlich geschmückten Kneipsaal ein. Warum der Kommers nicht schon am 6. Dezember stattfand, entzieht sich dem Wissen des Verfassers. Aber immerhin bewegte sich der Termin noch in der üblichen Festoktav ohne negativen Einfluß auf Stimmung und Beteiligung.

Wie schon angedeutet, die Tische festlich geschmückt mit dunkelroten Tischdecken, darauf Kerzen, Blumen, Naschwerk aus Lebkuchen, Spekulatius, Nüssen und Mandarinen, an dem sich im Laufe des Abends eifrig bedient wurde. Dazu trug, anstelle eines Tannenbaumes, diesmal ein großer Strauß aus Tannenzweigen, auf denen viele Lichter glänzten, zur weihnachtlichen Stimmung bei. Besonders gedruckte Liederhefte luden zum Mitsingen ein.

Senior Christian Mattes eröffnete gegen 20.30 Uhr den Kommers und begrüßte die Festcorona, besonders die Chargen einer verehrlichen KDStV Marchia zu Aachen mit dem Hohen OVV, den die Marchia z. Zt. stellt, einer verehrlichen AV Alania zu Stuttgart und Kartellschwestern einer verehrlichen KAV Merkenstein zu Wien. Besonders begrüßt wurde Cbr. Klaus Hofmann H-RM, Vater unseres Bbr. Jacques Hofmann, als Festredner. In seiner Festrede stellte Cbr. Hofmann dar, warum in Krisen der Europäischen Union Deutschland und Frankreich die Hauptrolle bei deren Bewältigung zufällt. Ein spannender Exkurs in die neue Geschichte Europas, ein Höhepunkt von mehreren dieses Abends.

Den zweiten Höhepunkt des Abends bildeten die Reception eines Fuxen, dem Maschinenbaustudenten Peter Schreckenberger, im Emsland zu Hause, und die Burschung unserer Füxe Felix Brelöhr und Jacques Hofmann. Senior Christian Mattes vollzog die wichtige Zeremonie, wie auch den gesamten Kommers, sehr routiniert und souverän.

Das eigentliche Highlite, wie es jetzt neudeutsch heißt, war der, der dem Abend den Namen gab, der Besuch des „Heiligen Nikolaus“. Der „Nikolaus“ hatte die Rute ganz offensichtlich zu Hause gelassen, vielleicht auch vergessen, denn er bedachte gleich die Aktivenchargen, ebenso die Neoburschen und den neuen Fux mit dem Abbild seiner selbst aus Schokolade zur temporären Erinnerung. Bbr. Rafal Kozik wurde wegen seiner Vorortcharge im CV 2013/14 mit einem Bandschieber besonders geehrt. Dabei wies der „Nikolaus“ speziell auf die mit der Note „Sehr gut“ abgelegten Diplomprüfung zum Dipl. Chemiker hin, die Bbr. Kozik trotz der Belastung durch sein hohes Amt so erfolgreich be- wältigt hatte. Nach getaner Arbeit wurde dem Nikolaus verdienter Beifall gespendet und beim Erklingen der letzten Strophe des namensgebenden Liedes und dem Dank der Corona verabschiedet.

Bevor der Senior nun den Kommers unter den Tisch schlug, gab er noch den Hinweis auf einen Nachtimbiß mit Mettbrötchen und Käse, der im Willi-Heusch-Turmzimmer vorbereitet, auf Zuspruch wartete.

So endete der wieder sehr gut besucht Nikolauskommers gegen 23.30 Uhr. Das wirkliche Ende des Festabends ist dem Verfasser nicht bekannt.

Alfred Quadflieg,

Zurück