21. Oktoberfest von und mit Gregor und Norbert

Als das 20igste Oktoberfest im vergangenen Jahr zu Ende ging, lag eine gewisse Wehmut über der Corona, sollte der großartige Jubiläumsabend doch der letzte seiner Art gewesen sein. Es gab allerdings gewisse Zweifel an der Aussage von Bbr. Gregor Janßen, ob dieser das durchhalten könne.

Große Begeisterung! Die Zweifel waren berechtigt, und alle konnten sich nach Studium des Wintersemesterprogramms auf die 21igste Auflage dieser so beliebten Veranstaltung freuen. Bbr. Norbert Gielen, der schon im Vorjahr der Verlosung Einiges beisteuerte, war jetzt zum Mitveranstalter geworden, wie im Programm angekündigt: „Oktoberfest 2013 von und mit Gregor und Norbert“.

Nachdem Ulla Janßen, die allseits bekannte und beliebte Verbindungsfee, ebenso gewohnt wie gekonnt die Lose zuteilte (dazu muß man allerdings mindestens bis 10 zählen können), wurde der Abend mit dem traditionellen Essen „Kassler, Leberkäs mit Sauerkraut und Kartoffelpürree“ eröffnet. Ob nun mehr der Hunger oder das leckere Essen viele Gäste, Cbr² und Bbr² zum Nachschlag animierten, sei dahin gestellt. Die Portionen waren vom liefernden Metzger Steins so großzügig bemessen, daß trotz des guten Zuspruchs noch genug für das Mittagessen am nächsten Tag übrig und somit Frau Schmitz einmal vom täglichen Kochen entlastet war.

Dann ging es an den aktiven Teil (wenn man die beachtliche Aktivität beim Essen beiseite läßt). Bbr Norbert Gielen übernahm jetzt die Regie über den Spieleteil. Beim Nagelspiel zeigte sich wieder einmal, daß das Bestreben, einen kräftigen Nagel bis zum Anschlag in einen Holzstamm zu treiben, doch einige Mühe machen kann, besonders wenn die geringste Anzahl der erforderlichen Schläge prämiert werden soll. Glücklicherweise gab es nur krumme Nägel aber keine blaue Daumen.

Das folgende Baumstammsägen litt unter der für kräftige Männerhände etwas kleinen Säge und dem zu feuchten Holz. Es wurde im tatsächlichen „Schweiß der Angesichter“ um die kürzeste Zeit gekämpft, ein Stück vom Holzstamm zu trennen. Die Besten konnten auch hier, wie beim Nagelspiel, Gratislose gewinnen. Übrigens war der Sägebock am Schluß ramponierter als der Baumstamm. Das anschließende „Entenangeln“ war den Damen vorbehalten. Hier entschied nicht die Größe der Enten, sondern ihre „inneren Werte“. Das beste Ergebnis wurde auch hier mit einem Gratislos belohnt. Letzteres war auch beim folgenden Bayernquiz möglich – zu den Vorjahren völlig überarbeitet, so daß auf die alten Antworten nicht gesetzt werden konnte – . Ein hinterhältiger Trick der Veranstal-ter! Somit wurden auch diesmal nicht alle der zehn Fragen beantwortet, und es zeigte, daß beim Wissen über unser Bundesland Bayern noch deutliche Defizite herrschen.

Unter großem „Hallo“ begann jetzt der Höhepunkt, die Tombola. Diese übernahm selbstverständlich und traditionell Bbr. Gregor, der zunächst Kulis, Radiergummis und vor allem Leinentaschen unters Volk brachte, in denen die zu erwartenden Gewinne mühelos nach Hause gebracht werden konnten. Unterstützt wurde Gregor von wechselnden Glücksgöttinnen beim Loseziehen. Die Menge und Vielfalt der Gewinne war fast unüberschaubar und reichte von Stoffpuppen für die „Kleinen“ über Bücher (geliebte und ungeliebte – der Titel „Stärke Deine Brüder“ fehlte diesmal), Druckerpapier, Wein, vieles Andere bis zum Glühwein, den das „Glück“ literweise den Aktiven zuspielte.

Im wieder stilvoll bayrisch geschmückten Kneipsaal war der Abend mit dem Ende der Tombola noch lange nicht vorbei; wäre bei der guten Stimmung auch viel zu schade gewesen. Wann und wer schließlich das Licht ausgeschaltet hat, ist nicht überliefert.

Alfred Quadflieg,

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